Angelika Platen – Meine Frauen. Fotografische Porträts von Künstlerinnen
Die renommierte Fotografin Angelika Platen fertigt seit über fünf Jahrzehnten eindringliche und einfühlsame Porträts. Mit einem außergewöhnlichen Gespür für junge, aufstrebende und heute berühmte Künstler*innen, lichtet sie bereits in den 1960ern und Anfang der 1970er Jahre die Kunstszene auf Messen und Ausstellungseröffnungen ab. Anfang der 2000er Jahre wendet sie sich ¬¬– nach einer langen Schaffenspause – verstärkt auch weiblichen Kunstschaffenden zu. Gedanklich angestoßen von der MeToo-Debatte reflektiert sie darüber, warum sie in jungen Jahren nur wenige Künstlerinnen abgelichtet hat. Sie beschließt, sich ein Jahr lang nur auf die Porträts von Frauen zu konzentrieren, um dieses Versäumnis in ihrem fotografischen Œuvre nachzuholen. Die Ausstellung Meine Frauen widmet sich mit intensiven und nahbaren Aufnahmen, sowohl aus dem dokumentarischen als auch künstlerischen Bereich, mehreren Generationen von nationalen und internationalen Künstlerinnen, so den Bildnissen von Hanne Darboven, Sylvie Fleury, Monica Bonvicini oder Pola Sieverding. Inspirierende sowie poetische Titel ergänzen ihre Aufnahmen. Angelika Platen, 1942 in Heidelberg geboren, arbeitet als freie Fotografin für Printmedien und Journalistin für Die ZEIT und leitet von 1972–1975 die Galerie von Gunter Sachs in Hamburg. 1969 wird ihr bereits eine erste Einzelausstellung ausgerichtet. Ihre fotografischen Porträts sind vielfach publiziert und Bestandteil öffentlicher Sammlungen in nationalen und europäischen Museen. Im Großen Schloss ist bis zum 18. Mai 2025 die Ausstellung Ach was. LORIOT – Künstler, Kritiker und Karikaturist zu sehen. Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen ist eins der einundzwanzig RuhrKunstMuseen.